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Der Westfalenterrier - Geschichte und Zukunft

1970 begann der Gründer der Rasse, ein Jäger und Terrierliebhaber aus Deutschland, damit, durch Einkreuzung von Lakeland-Terriern und Foxterriern aus dem Deutschen Jagdterrier eine neue Terrierrasse heraus zu züchten. Durch Reinzucht wollte er einen Terrier schaffen, der intelligent, führig und ruhig ist und gleichzeitig eine vielseitige jagdliche Veranlagung besitzt. Vom äußeren Erscheinungsbild her sollte er relativ klein bleiben, um auch für die Baujagd geeignet zu sein und edel aussehen.

Schon nach relativ kurzer Zeit gelang ihm dieses. Er nannte die Rasse zunächst „Westdeutscher Jagdterrier“. 1988 wurde der Rassename dann in „Westfalenterrier“ geändert.

 

Bereits im Jahr 1972 gründete der Rassegründer den „Verein für Westdeutsche Jagdterrier e.V.“, um die Zucht dieser neuen Rasse in geordneten Bahnen durchzuführen.  Um eine klare Abgrenzung zu dem Deutschen Jagdterrier vorzunehmen wurde dieser Verein in den „Verein für Westfalenterrier e.V.“ umbenannt.

Die allerersten Westfalenterrier wurden in Reinform in diesem Verein gezüchtet!

 

Anfang der 90er Jahre kam es in diesem Verein zu Streitigkeiten die dazu führten, dass der Rassegründer einen Verband gründete, der 1995 in das Vereinsregister eingetragen wurde.

In diesem Verband bündelten sich die Aktivitäten unter Führung eines Bundeszuchtwartes ab 1995 in einem neuen Verein, so dass der "Verein für Westfalenterrier e.V." zunächst in den Hintergrund rückte.

Die Landesgruppe Niedersachsen versuchte in den letzten beiden Jahren, die in der Satzung des Verbandes verankerte Vorgabe (§ 3 Nr. 4: Der Verband strebt eine Mitgliedschaft im JGHV an), durch den Verbandsvorstand umsetzen zu lassen bzw. durch ein entsprechendes Veto der Mitglieder diesen dazu zu bringen, zumindest Aufnahmeverhandlungen mit dem VDH und dem JGHV zu beginnen. Denn nicht nur der Vorstand der Landesgruppe Niedersachsen ist der Meinung, dass diese tolle Rasse es verdient hat, aus dem Nimbus eines „Bastards“ und „Mischlings“ heraus zu kommen. Weiterhin ist es u.a. in Niedersachsen nicht möglich, mit Westfalenterriern an Prüfungen des JGHV teilzunehmen, da es sich nicht um eine anerkannte Jagdhunderasse handelt.

Seit dem bekannt werden dieser Bemühungen war eine deutliche Ablehnung des Verbandsvorstandes wahrzunehmen. Es wurden viele Dinge von dem Vorstand initiiert, die aus meiner Sicht bis an die Grenzen der Rechtmäßigkeit gingen.

Im September 2018 fand dann die ordentliche Hauptversammlung des Verbandes statt, in der die Landesgruppe Niedersachsen die Mitgliedschaft im VDH und JGHV thematisieren und durch Anträge zur Abstimmung bringen wollte.

Es soll hier nicht mehr sehr viel über diese Hauptversammlung berichtet werden. Für mich als „versammlungserfahrener“ Delegierter einer der größeren Landesgruppen war es erschütternd zu sehen, wie der Wille der Basis ignoriert werden kann. Kurzum geschrieben: es wurden alle wichtigen Anträge abgelehnt, nicht zugelassen oder aufgrund deren Aussichtslosigkeit zurückgezogen. Weiterhin wurde der jetzige Bundesvorstand letztendlich nur aufgrund der in der Satzung festgelegten Stimmenbündelung gewählt (18 Stimmen hatte der Bundesvorstand – 21 Stimmen die über 500 Mitglieder!).

Nicht nur wir Niedersachsen waren enttäuscht und erschüttert über diesen Verlauf und insbesondere über die Ignoranz gegenüber dem Willen der Mehrheit der Mitglieder. Da davon auszugehen ist, dass sich in den nächsten 4 Jahren nichts an der Einstellung des Bundesvorstandes ändern wird, haben nach einigen Tagen Bedenkzeit neben mir noch viele weitere Mitglieder beschlossen, dem Verband den Rücken zu kehren und dem

Verein für Westfalenterrier e.V.

beizutreten. Dort werden wir dann versuchen, unsere Ziele zu erreichen – und zwar basisdemokratisch!

Wir hoffen darauf, dass uns dort vielleicht noch mehr Überzeugte dieser Rasse unterstützen werden….

 

 

Thomas Breuer

 

Anmerkung: Der Beitrag ist meine eigene persönliche Meinung. Somit sind rechtliche Schritte dagegen aussichtslos!