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Der B-Wurf ist vergeben!

 

Der C - Wurf ist für Herbst / Winter mit Frieda geplant.

letzte Aktualisierung: 15.06.2019

Legra von der Borg

genannt "Lotte"

* 13.01.2015

 

 

Zucht- und Anlagenprüfung 164 Punkte/ 2. Preis, 38cm Stockmaß, Haar- und Formbewertung: beides -sg- (Jugendklasse), PLL-frei

 

Anfang März 2015 zog unsere Lotte in unseren Haushalt ein. Es war für uns alle der erste Terrier - aber wir kamen doch recht schnell mit der Rasse zurecht (und Lotte mit uns ;-) ).

Natürlich kam sie sofort mit ins Revier. Dort zeigte sie schon frühzeitig ihre Anlagen wie Spurlaut, Spurwille und Wasserfreude.

Im Herbst durfte sie dann schon mal mit zu kleineren Jagden und konnte dort erste Erfahrungen sammeln. Ihr Spurlaut war bereits dort sehr gut und vor allem von den Schützen gerne gehört....

 

Ich bereitete sie auf die Zucht- und Anlagenprüfung vor, die wir dann am 10.04.2016 in Dülmen erfolgreich ablegten. Dabei war ich doch sehr erstaunt über ihre Bauarbeit. Wir haben das nur einmal vorher geübt; sie bewegte sich im Bau, als ob sie noch nie etwas anderes gemacht hätte. Die Punkte bei "Laut beim Vorliegen" verloren wir deshalb, weil sie primär versucht hatte, sich zu dem Fuchs im geschlossenen Kessel durchzugraben bzw. beißen. Ihr Laut war dann der Bewertung entsprechend etwas knapp...

 

Knapp ein halbes Jahr später zeigte mir Lotte, welch ein mit allerbesten Anlagen gesegneter Hund sie ist:

Ein Jagdfreund und sicherer Schütze schoss in der Dämmerung auf einer Wiese auf ca. 60m eine Sau. Diese sprang ohne zu zeichnen ab; er war sich jedoch sicher, sehr gut abgekommen zu sein. Trotz aller Suche mit leistungsstarken Taschenlampen fanden wir keinen Anschuss (ich saß an diesem Tag in der näheren Umgebung an; daher war ich recht schnell bei ihm). Da er am nächsten Morgen einen sehr wichtigen beruflichen Termin hatte und auch die warmen Temperaturen die Ängste des Verhitzens schürten, bat er mich nachdrücklich um eine Kontrollsuche. Lotte und meine erfahrene DL-Hündin hatte ich wie so oft mit dabei. Bisher hatte ich mit Lotte lediglich ein paar Übungsschweißfährten gemacht und eine Totsuche auf Rehwild. Ich setzte diesmal Lotte an und sie suchte den bezeichneten Bereich ab. Plötzlich zog sie von der Wiese ruhig in die angrenzende Brache. Nach ca. 5m verharrte sie und "zeigte" mit ihrer Nase auf einen Grashalm. In dem Taschenlampenlicht konnte ich frischen Schweiß erkennen. Dann ging es so weiter; alle paar Meter verwies sie Schweiß oder auch ein Stückchen Leber. Die Suche ging bis vor einen Buschstreifen. Eigentlich wollte ich jetzt abbrechen; doch Lotte wollte mit aller Gewalt weiter und man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie etwas in der Nase hatte. Also fügte ich mich und wir suchten weiter (mein Jagdkollege folgte uns übrigens mit der Waffe....) Nach ca. 30m standen wir dann vor dem 60kg schweren und bereits verendeten Überläuferkeiler.

Diese ruhige, konzentrierte Suche mit dem sauberen Verweisen hatte sie bei all den "Übungseinheiten" nie gezeigt. Das kann nur reine Genetik gewesen sein!!!

 

Mittlerweile (Stand 01/2019) war sie bei Dückjagden als Einzel- und auch Zweithund mit dabei. Dabei zeigte sie eine auch andere Hundeführer imponierende intensive Quersuche (Seitenschläge von 60-100m; ca. 30m vor der Treiberkette) und andauernden Spurlaut. Sie ging bisher nie weiter als 700m hinterher und kam dann erst einmal zurück und nahm Kontakt mit mir auf. In befahrene Bauten ist sie bei Drückjagden bisher noch nicht eingeschlieft. Sie lässt sich durch andere Hunde, die mit ihr zusammen jagen wollen, nicht stören und "macht ihr Ding". Es ist bisher zweimal passiert, dass sie den Anschluss an unsere Treiberwehr verloren und dann mit einer anderen mitgegangen ist. Auch dort jagt sie wie oben beschrieben uns lässt sich anschließend stressfrei von fremden Menschen anleinen.